Akupunkt Massage PDF Drucken E-Mail

 Akupunktmassage (APM) nach Penzel


Eine weitere Form in der EPOS-Therapie mit Akupunkturpunkten und Meridianen ist die "Akupunkt-Massage“ nach Penzel.

Schmerz ist der Schrei nach fließender Energie“!
Zitat von Dr. med. R. Voll
Dr. Voll hat zu Beginn der 50iger Jahre mittels biopshysikalischer Messverfahren
nachgewiesen, dass Meridiane und bestimmte Punkte aus der Traditionellen Medizin, kurz TCM, nachweisbar sind.

Willy Penzel (1918 - 1985), ein deutscher Masseur und Bademeister, entwickelte ein Therapieverfahren, primär zur Heilung seiner schwer erkrankten Frau, welches der Grundlage der TCM entspringt. Penzel stellte das Meridiansystem in den Vordergrund und massierte entlang den Energie-bahnen des Körpers nach den Regeln der Energielehre.
Daraus ergab sich nicht nur eine neue Betrachtungsweise von Krankheiten, orientierend an der TCM, sondern auch eine neue Massagetechnik, die Akupunktmassage nach Penzel (APM). Jeder Organismus hat bei seiner Entstehung seine individuelle Lebensenergie (Qi) mit auf den Weg bekommen.
Diese Lebensenergie erhalten wir durch die täglich aufgenommene Nahrung, durch Luft, Licht und positive Erlebnisse.

TCM ist eine Regulationsmedizin, welche versucht, den Körper zur Eigenregulation anzuregen. Sie sieht das Individuum immer als Ganzes an.

Aus chinesischer Sicht wird Krankheit nicht durch das Eindringen von Erregern verursacht, sondern dieses Eindringen ist nur möglich, weil das innere Gleichgewicht gestört ist. Wie auch die Homöopathie steht die TCM auf dem Standpunkt, dass bei einer Epidemie nicht alle Menschen erkranken, sondern nur jene, die nicht im Gleichgewicht sind.
Von jenen, welche erkranken, sind wiederum nicht alle gleich schwer erkrankt.
Ein Beispiel dafür ist der Fußpilz von Badegästen. Von 10 Badegästen bekommen nicht alle, sondern nur 1 – 2 einen Fußpilz.
Sie behandeln diesen mit Salben und töten so den Erreger ab. Sie werden den Fußpilz nach einiger Zeit wiederbekommen, weil die Ursache für das Anhaften der Infektion nicht behoben worden ist.

„Eine Störung des inneren Gleichgewichts.“
 

Ein Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang gilt immer als allgemeine Pathogenese einer Krankheit. Die Pathogenese beschreibt die Entstehung einer physischen oder psychischen Erkrankung oder den Verlauf eines krankhaften Prozesses bis zu einer Erkrankung.

Krankheit ist der Verlust der Harmonie, das Infragestellen einer bisher ausbalancierten Ordnung.
Das therapeutische Ziel der TCM besteht darin, das Gleichgewicht aller körperlichen Prozesse in ihrem Wandel zu erhalten  bzw. dieses Gleichgewicht wiederherzustellen.
 

Die TCM ordnet die Lebensenergie nach den zwei Komponenten YIN und YANG.
YIN ist das Weibliche, Irdische, Negative (unterscheidend), Feuchte, Kälte, verallgemeinert auch die Nahrung. YANG ist das Männliche, Kosmische, Positive, Heiße, Helle, verallgemeinert auch Luft und Licht. Beide Energiequalitäten sind gleich wichtig und befinden sich beim gesunden Vierbeiner in einem harmonisch-
dyna-mischen Gleichgewicht.
Wie auch die chinesische Akupunkturlehre, beseitigt die APM Störungen im Energiekreislauf, dem übergeordneten Regulations- und Kontrollsystem des Körperrs.

Die Techniken der Akupunktlehre aktivieren die Energie in den Meridianen. Statt Nadeln kommen bei der APM, Finger oder alternativ Massagestäbchen zum Zug, mit denen die Energiebahnen nachgezogen werden. Zusätzlich werden einzelne Akupunkturpunkte mit Druck, Farblicht oder Laser angesprochen, um energetische und körperliche Blockaden zu lösen.


Da Meridiane generelle Wirkung haben, besitzen die Akupunkturpunkte spezifische Wirkungen. Es gibt eine Reihe von Haupt- und Spezialpunkten. Die wichtigsten Punktarten sind Quell-, Sedierungs-, Tonisierungs-punkte und Zustimmungspunkte, die der kinesiologischen Methode „Touch for Health“ entnommen wurden. Wie auch im TfH werden die Korrekturen über das Meridianrad vorgenommen. Mit einbezogen wird dabei die Fünf-Elementen-Lehre.

 Abbildung:  Fünf-Elemente-Rad, SALOMON

Dazu zählt Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Das Zusammenwirken der Fünf Elemente bedeutet Harmonie, alles hat seine Ordnung. Der Kreislauf gleicht einem Ring. Es gibt weder Anfang, noch Ende. Ein Kreislauf von einem ewigen Auf- und Abbau.
Dabei unterscheiden wir den schaffenden, auch Ernährungskreislauf genannt, und den Kreis, der die Elemente verbindet, auch Kontrollkreislauf genannt.
Die Lebensenergie zirkuliert durch ein Bahnen- oder Kanälesystem - den Meridianen. Auch hier wird in YIN- und YANG-Meridiane unterschieden. Bei der APM handelt es sich um eine  besondere Massageform, bei der die an der Körperoberfläche befindlichen Meridiane mit leichtem Druck, mittels zweier neutraler Finger, oder eines speziell dafür entwickelten Stäbchens, entlang gefahren werden.

Die YIN-Meridiane verlaufen im unteren Bereich des Pferdekörpers. Sie übergeben ihre Energie an die YANG-Meridiane.
Diese verlaufen, bis auf den Magenmeridian, an der Oberseite des Pferdekörpers. Hier schließt sich der Kreislauf.
Wir sprechen deshalb auch von einem Energiekreislauf.
Der „Kleine Kreislauf“ verläuft in der Mitte der Ober- und Unterseite des Pferdes und schließt die Beine mit ein.
Wird er regelmäßig vom Pferdebesitzer “gezogen,  können kleine Ungleichgewichte  bereits im Vorfeld ihrer Entstehung beseitigt werden. Dies gilt für alle Bereiche der APM.

Die Chinesen erachten das Durchlässigmachen der Meridiane als wesentlichen Teil einer Präventivmedizin.
Die ungestörte Qi-Zirkulation bildet den Schlüssel zur Balance, während  Energieflußblockaden zu mangelhafter Energieversorgung führen.

Mit der Behandlung muss nicht gewartet werden, bis Beschwerden aufgetreten sind, vielmehr unterstützt die regelmäßige "Pflege" die Gesunderhaltung des Organismus.

 

 

 

 Meridiane am Pferd 

Abbildung SALOMON