Applied Kinesiology PDF Drucken E-Mail

Applied Kinesiology

Mit dem Begriff Applied Kinesiology bezeichnet der amerikanische Chiropraktiker Dr. Georg Goodheart das von ihm 1964 entwickelte System der diagnostischen und therapeutischen Anwendung des Muskeltests.

'Angewandte Kinesioligie' heißt wörtlich übersetzt: das Studium der Körperbewegung.
Das Wort 'Kinesiologie' stammt aus dem griechischen - Kinesis - und bedeutet Bewegung.
Es ist die Bewegungslehre der Muskeln.
Bei der Applied Kinesiology handelt es sich um ein Diagnose- und Therapie-Konzept, das aus der Chiropraktik entstand.

Vor ca. 30 Jahren fand Goodheart durch Zufall bei einem Patienten heraus, dass sich die Stärke eines Muskels sofort verändert, wenn therapeutisch relevante Punkte am Körper des Patienten behandelt oder auch nur berührt werden.
Im Laufe der Zeit zeigte sich, dass sich der Tonus (Anspannungszustand) von Muskeln bei einer Vielzahl von Testexpositionen ändern kann, und zwar sowohl von schwach nach stark als auch von stark nach schwach.

Grundsätzlich fand Goodheart heraus, dass man mit dem Muskeltest eine funktionelle diagnostische Aussage darüber machen kann, wie der Körper des Patienten sowohl auf möglicherweise positive Dinge
(Heilmittel, Medikamente, manuelle Behandlung, Akupunktur), aber auch negative Belastungen (Allergene, unverträgliche und toxische Substanzen, negative Emotionen, Fehlhaltung, Kiefergelenks-
störungen u.a.m.) reagiert.

In der Angewandten Kinesiologie wird der Muskeltest eingesetzt um Energieungleichgewichte zu erkennen, die die Gesundheit beeinträchtigen können, und diese mit zahlreichen Techniken zu balancieren, den Energiefluss wieder anzuregen.
Goodheart fand im Lauf der Jahre heraus, dass die allermeisten Muskeln bestimmten Organen,
Akupunkturmeridianen, Vitaminen, Mineralstoffen usw. zugeordnet werden können.

Wie keine andere Methode ist die AK geeignet, funktionelle Zusammenhänge zwischen allen diesen körperlichen und geistigen Bereichen sicht- und spürbar für Patient und Therapeut darzustellen, nämlich über die Testung der Muskulatur.

Es werden 6 Systeme beschrieben, die mit diesen Störungen zu tun haben.
1.    Das Nervensystem
2.    Das lymphatische System
3.    Das vaskuläre System
4.     Das kraniosakrale System als Regulator und Produktionsstätte des Liquors
5.    Das Meridiansystem
6.    Das System der Grundregulation nach Pischinger (welches später dazu kam)

Die Grundlage der kinesiologischen Vorgehensweise ist, wie im Tetragon dargestellt,  die Triade der Gesundheit, bestehend aus der strukturellen Seite, mit allem, was zum Bewegungsapparat gehört, den Organen und Gewebestrukturen, der biochemischen Seite, zu der die Stoffwechselvorgänge, der Hormonhaushalt, das Immunsystem und die orthomolekularen Regelkreise und die Ernährung gehören. Und der psychischen Seite mit emotionalen Faktoren von Vergangenheit und Gegenwart.

SALOMON führt noch eine Vierte, die energetisch- oder elektromagnetische Seite auf, da sie Schwerpunkt der angewandeten Kinesiologie mit den Akupunktur-Techniken ist.
Durch Berücksichtigung aller vier Seiten des Tetragons wird die AK zur ganzheitlichen Diag-nose und Therapie.
Jede Erkrankung kann ihre Ursache in einer der vier Seiten des Tetragons haben. Und so muss jedes Problem auch von allen vier Seiten in Angriff genommen werden. Es ist unmöglich, nur die Symptome der Hufrehe im Huf selbst zu behandeln, wenn Stoffwechselprobleme der Auslöser waren. Ebenso unbefriedigend ist es, Muskelblockaden zu beseitigen, wenn die Ursache in einer Läsion der Wirbel oder Gelenke liegt.
Der kinesiologische Muskeltest, oder tensor ist ein Werkzeug, Stressoren, wie Muskelblockaden, energetische oder emotionale Blockaden beim Pferd aufzuspüren und die geeignete Therapiemethode dafür zu testen. Besonders in der Arbeit mit Pferden, die uns ihre Beschwerden und Krankheitsgeschichte nicht verbal mitteilen können, ist die Arbeit mit dem Muskeltest ein bedeutendes Hilfsmittel.

Wesentliche Vorraussetzung für eine ungestörte Funktion der Organe ist der ungehinderte Energiefluss in den Meridianen, da ein direkter Zusammenhang zwischen Muskel, Organ und Meridianen besteht. Energieflussstörungen können durch verschiedenste Therapiemethoden so erkannt und behoben werden, damit behinderte Strukturen wieder arbeiten können.

Über den Muskeltest oder Tensor können Unverträglichkeiten, toxische Belastungen und andere schädigende Substanzen, Organ- und Meridianstörungen, Fehlfunktionen im Kiefergelenksbereich sowie psychischen Störungen, Allergene und Übersäuerung, aber auch Medikamente, Homöopathie, Bachblüten, Farblicht, Futtermittel und Mineralien getestet werden.

 

 

  

Nicht nur bei Pferden leistet der Muskeltest oder Tensor hilfreiche Dienste